Aktuelle Aktion: wir suchen Dermacentor-Zecken! Diese Zecken werden derzeit in immer mehr Regionen Deutschlands gefunden. Dermacentor-Zecken verbreiten unter anderem Babesiose.

Sie können mithelfen, neue Fundstellen zu lokalisieren und auch gefundene Zecken zur Bestimmung an uns einsenden. Durch einen Klick auf das Foto öffnet sich ein Fenster mit unserem Dermacentor-Steckbrief (PDF-Datei) und weiteren Informationen. Den Steckbrief können Sie herunterladen, weiterleiten oder ausdrucken und in Geschäften, Hundevereinen und bei Veranstaltungen aushängen.

Wichtig: das Laden kann bis zu 1 Minute in Anspruch nehmen, so lange bleibt das Fenster weiß!

Die Babesiose (oder Piroplasmose):

Babesiosen sind weltweit vorkommende Protozoenkrankheiten (Erreger: Babesia sp., Babesien), die durch verschiedene Zeckenarten übertragen werden.

Babesien befallen die Erythrozyten. Der erste Fall einer Babesiose beim Menschen wurde 1957 der Öffentlichkeit präsentiert (Gorenflot et al., 1998). Babesiose beim Vieh wird weltweit durch die Erreger Babesia bigemia und B. bovis, in Europa hauptsächlich durch B. divergens verursacht. Diese Erkrankung ist als Texas Fieber, ‘Redwater Fever’ und ‘Cattle Tick Fever’ bekannt.

In Europa ist Babesiose bei Schafen (Ferrer et al., 1998a,b), Ziegen (Ferrer et al., 1998c), beim Vieh (Gubbles et al., 1999), Rotwild (Goff et al., 1993), bei Pferden (Boch, 1985) und Hunden (Armando Pinero, 2000; Glaser & Gothe, 1998) bekannt. In Frankreich und Spanien ist Babesiose weit verbreitet. Kleinere Herde kommen in Italien, der Schweiz, Österreich und auch in Deutschland vor (Zahler & Gothe, 1997). In Frankreich werden stellenweise über 50% Durchseuchungsrate (serologisch positiv) beim Vieh erreicht (L‘Hostis et al., 1997).

Seit einigen Jahren wird Babesiose in Europa sporadisch auch beim Menschen diagnostiziert (Lopez Jimenez, 1997; Hunfeld et al., 1998), mit den meisten Fällen in Frankreich (Uguen et al., 1997). Babesiose beim Menschen wird hauptsächlich durch Babesia divergens verursacht, welches der häufigste Erreger beim Vieh ist. Die Sterblichkeitsrate beim Menschen liegt trotz Therapie bei über 50% (Brasseur & Gorenflott, 1996).

  • Es ist nötig die Vektorbiologie, -kompetenz, -ökologie zu überarbeiten, sowie Gedanken zur Vektorkontrolle zu forcieren. Die Diagnostikmethoden sind überarbeitungswürdig, der direkte Erregernachweis wäre beim Hund vermutlich zu favorisieren, bedarf jedoch dessen Überprüfung und Ausarbeitung.
  • Wegen des breiten Erregerspektrums ist derzeit Aufmerksamkeit bzgl. der Wirksamkeit der auf dem Markt befindlichen Impfstoffe zu widmen.

Sind Sie an der zitierten Literatur interessiert, so geben wir Ihnen gerne die genauen Quellen an. Sie können uns eine Mail schreiben, indem Sie hier klicken.
 

 


Forum Leishmaniose und Reisekrankheiten

Helfen Sie mit, parasitäre Erkrankungen zu bekämpfen. Werden Sie Mitglied in unserem gemeinnützigen Verein Parasitus Ex e. V. !

[Home] [ueberuns] [krankheiten] [forschung] [tierschutz] [links] [sonstiges]