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Diagnostik
Die Diagnostik parasitärer Erkrankungen bei Mensch und Tier stellt zunehmend in Europa - Deutschland keinesfalls ausgenommen - ein Problem dar. Es handelt sich hauptsächlich um Erkrankungen, die in
den letzten 15 Jahren im Zuge des Reisetourismus - oder wie auch immer - nach Deutschland importiert wurden, und nun auch hier erworben werden können.
Als klassisches Beispiel ist sicher die Borreliose als bakterielle,
durch Zecken übertragene Krankheit bei Mensch und Tier anzusehen. Der Borreliose folgt derzeit rapide die Ehrlichiose, gefolgt von der Babesiose, und vielleicht in kurzer Zeit auch der Leishmaniose.
Die Viruserkrankung
Parvovirose ist unter Hundehaltern und -züchtern gut bekannt, und stellt derzeit in Deutschland kaum ein Problem dar, denn hier funktioniert die jährliche Impfung gegen dieses Virus im allgemeinen gut.
Katzenhalter und
-züchter kennen dieses Virus ebenfalls als katzenspezifisches Virus, das feline Parvovirus (Panleukopenievirus). Vermutlich sind viele dieser Diagnostikmethoden überarbeitungswürdig, um dann standardisiert werden zu können.
Besondere Probleme existieren derzeit europaweit in der Diagnostik von Babesiose, Borreliose, Ehrlichiose und Leishmaniose.
In Diagnostiklaboratorien (derzeit m.E. in vet. med. Diagnostiklaboratorien) wird versucht,
serologische Antikörpernachweise gegen diese Erkrankungen zu führen - häufig durch einen erhöhten IgG- oder IgM-Titer. Doch kommen Kreuzreaktionen vermehrt vor, weil auch die Anzahl möglicher Erkrankungen ständig steigt.
An dieser Stelle werden wir Sie in Zukunft über unsere Ansätze, Tests und Ergebnisse im Bereich der Diagnostik informieren.
Studie Leish2003 In Zusammenarbeit zwischen der Universität Zürich und Parasitus Ex wird die Situation importierter Hunde im Hinblick auf Leishmaniose untersucht. Bis zum 31.10.2003
konnten Hundebesitzer
teilnehmen und die Diagnose Ihres Tieres durch einen kostenlosen Bluttest überprüfen lassen. Derzeit läuft die Auswertung der Studie im Rahmen der Dissertation von vet. med. Maik Mettler, die Mitte 2004 abgeschlossen sein wird.
Aber auch nach Abschluss der Neuaufnahme von Fällen für die Studie können Hundebesitzer weiter das
Blut ihrer Tiere in Zürich testen lassen. Die Untersuchung mittels ELISA, die in Deutschland in dieser Form nicht angeboten wird, liefert wertvolle Informationen bei der Kontrolle insbesondere unklarer Leishmaniose-Titer. Hier finden Sie weitere Informationen und den Untersuchungsantrag der Uni Zürich als Download.
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